Inklusion vor Ort!
30. Januar 2013
Inklusion vor Ort – Ascheberg, Senden und Lüdinghausen auf dem Weg!
Durch die im Jahr 2009 ratifizierte UN-Behindertenrechtskonvention ergeben sich weitreichende Folgen für alle gesellschaftlichen Bereiche. Die momentane Umsetzung und Verwirklichung beschäftigt verschiedenste politische und gesellschaftliche Ebenen. Eine erfolgreiche Umsetzung setzt eine breite Akzeptanz und gute Information in der Bevölkerung voraus und muss vor Ort begonnen werden. Eine besondere Verantwortung kommt in diesem Kontext den Kommunen in der Schulträgerschaft von Förderschulen zu, da eine inklusive Entwicklung das Schulsystem absehbar und in erheblichem Maße verändern wird. Eine konstruktive Vorbereitung auf diesen Prozess ermöglicht aus Sicht der SPD-Fraktion vor Ort die bestmögliche Steuerung. Die SPD-Fraktionen der Kommunen Senden, Ascheberg und Lüdinghausen sprechen sich daher für einen frühzeitigen, behutsamen und freiwilligen Start in eine schulische Inklusionsplanung vor Ort aus.
Beschlussvorschlag:
1. Die drei Kommunen übernehmen eine aktive Rolle in der Schaffung eines inklusiven Bildungssystems ein und erarbeiten im Zusammenspiel aller beteiligten Akteure und unter Einbeziehung externer Experten einen kommunalen schulischen Inklusionsplan.
2. Für eventuell anfallende Planungskosten sind insgesamt 20.000 Euro im Haushaltsjahr 2013 bereitzustellen und von den drei an der Schulträgerschaft der Lambertusschule beteiligten Kommunen Senden, Lüdinghausen und Ascheberg jeweils anteilig zu erbringen.
3. Begleitend zu der konzeptionellen Arbeit wird die Öffentlichkeit über die Ziele der UN-Behindertenrechtskonvention und deren Auswirkungen auf den lokalen schulischen Bereich informiert.
Ein schulischer Inklusionsplan bildet zunächst die zu erwartenden Veränderungen an den gemeindlichen Regel- und Förderschulen ab und entwickelt daraus mögliche Ansätze und Perspektiven für inklusive Entwicklungsmodelle sowie die damit möglicherweise verbundenen personellen, räumlichen und sonstigen Bedarfe.