Novemberpogrome

Novemberpogrome
09. Novemeber 2012

Gedenktafel für Familie Samson – SPD und Bürger gedenken jüdischer Familie

Herbern – Um eine lebendige Erinnerungskultur in Herbern zu erhalten, hat sich der Ascheberger SPD-Ortsverein dazu entschlossen, Stolpersteine an der Stelle des ehemaligen jüdischen Hauses Samson anzubringen.

Viele Herberner gedachten der Familie Samson, der damals alles genommen wurde. Der Sachschaden betrug 3000 Reichsmark. Aus dem Konzentrationslager kehrte Ernst Samson später nicht mehr zurück, seine Frau Emma verstarb auf der Rückfahrt. Die beiden Kinder wanderten nach Amerika aus. Mit dem Gedenkstein soll ihr Schicksal nicht vergessen werden.

Novemberpogromeklein

Das Nazi-Regime hatte in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 Juden im Deutschen Reich ermordet, ihre Wohnungen zerstört und Synagogen niedergebrannt. Diese Pogromnacht soll nicht in Vergessenheit geraten. So wurde am Freitag in Herbern in einer Gedenkveranstaltung an der Kreuzung Merschstrasse/ Bernhardstrasse an die jüdischen Opfer und besonders der Familie Samson, die in Herbern gelebt hat, gedacht. Die Idee, die Bürger zu diesem Gedenken einzuladen, kam von der SPD Ascheberg. „Wir möchten unseren Beitrag dazu leisten, dass das Schicksal der Familie Samson nicht vergessen wird und wir aktiv gegen antisemitische und minderheitenfeindliche Tendenzen in unserem Land vorgehen“, erklärte Ortsvereinvorsitzender Johannes Waldmann.

Heute erinnert nichts mehr an die ehemalige Fabrik der Familie Samson. Deshalb stellten die Sozialdemokraten eine Gedenktafel auf und Waldmann erzählte den Anwesenden wesentliche Ereignisse aus der Nacht im November 1938. „Wer die Toten vergisst, lässt sie nochmal sterben. Deshalb ist die Erinnerung so wichtig.“ Quelle: (Westfälischer Anzeiger, isa)

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