Gesellschaftlicher Zusammenhalt in der Corona-Krise

Ascheberg Westfalen

Die Verwaltungsspitze muss mit den Bürgerinnen und Bürgern im Kontakt bleiben und ein Krisengremium einrichten, in dem alle Fraktionen eingebunden sind.
In anderen Orten gibt es regelmäßige Ansprachen des Bürgermeister, in Ascheberg eher wohlfeile Bilder mit anderen Verwaltungsmitgliedern.

Gesellschaftlicher Zusammenhalt in der Corona-Krise

Die Coronavirus-Pandemie stellt die größte Herausforderung für unsere Gesellschaft seit dem zweiten Weltkrieg dar. Neben der Sorge um eine Infektion und einen schweren Krankheitsverlauf treibt uns derzeit ein beispielloser Verlust unserer Freiheiten um, den wir sicher vor einigen Wochen als nicht möglich angesehen hätten. Auch die Sorge um Arbeitsplatzverlust und wirtschaftliche Einbußen belastet viele Menschen in unserer Gemeinde.

Darum müssen wir uns sozial distanzieren

Es fällt uns allen schwer. Gerade jetzt im Frühling wollen wir gerne draußen zusammen sein und fröhliche Feste feiern und Sport miteinander treiben. Doch das widerspricht derzeit den vernünftigen Empfehlungen der medizinischen Experten. Dabei schützen wir vor allem die älteren und schwächeren Mitbürger, die dem neuen Virus weniger entgegensetzen können. Und damit schützen wir auch uns selbst, denn jeder kann einen Unfall oder einen Herzinfarkt bekommen und dann medizinische Hilfe benötigen. Es geht nun darum, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Wie wir getrennt und doch zusammen bleiben

Diese Herausforderung können wir nur als Gesellschaft meistern. Hierzu gehört der Verzicht auf Parties genauso wie die Hilfe für die älteren oder kranken Nachbarn und Freunde. Und auch die lokalen Geschäftsbetriebe brauchen unsere Unterstützung. Heimat Shoppen geht auch online. Hier sollten wir alle dem lokalen Anbieter vor dem Marktführer aus Amerika den Vorzug geben. Auch der Vertrag im Fitnessstudio oder im Sportverein sollte, wenn es möglich ist, jetzt nicht leichtfertig gekündigt werden um Geld zu sparen. Wenn wir jetzt gemeinsam durchhalten, wird unsere Gesellschaft den derzeitigen Lockdown besser verkraften und schneller wieder den vorherigen Stand erreichen.

Krisenstab und transparente Kommunikation

Derzeit ergehen regelmäßig Verordnungen, die von Bund und Ländern an die Kommunen weitergegeben werden. Was fehlt, ist eine Abstimmung der Maßnahmen auf Gemeindeebene. Ein eklatanter Mangel ist die fehlende Kommunikation von der Verwaltungsspitze mit den Bürgerinnen und Bürgern. Hier sollte zeitnah ein kleiner Krisenstab mit Beteiligung des Rates etabliert werden, der in derartigen Ausnahmezeiten – gerne auch per Videokonferenz – die Belange der Gemeinde abstimmen kann. In diesem Krisenstab müssen alle Fraktionsspitzen involviert werden.
Die Verwaltung muss aktiv für die Bürger und die Unternehmen arbeiten, um die Folgen der Krise einzudämmen. Hierzu gehören Beratungsleistungen und eine schnelle Vermittlung von Hilfen für in Not geratene Unternehmen und Bürger.

Fazit

Nur zusammen sind wir stark. In Notzeiten sind wir bereit, unsere Freiheiten und liebgewonnenen Gewohnheiten einzuschränken, um von der Gesellschaft insgesamt Schaden abzuwenden. Hierbei benötigen wir die Unterstützung staatlicher Instanzen. Die Gemeinde ist am nächsten an den Bürgerinnen und Bürgern dran und sollte erster Ansprechpartner für alle Betroffenen sein. Dabei sollte der Bürgermeister stets im Kontakt mit allen Menschen in der Gemeinde bleiben und alle mit einbeziehen!

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