Inklusion in Kreis und Gemeinde

Inklusion geht alle Schulen an

Am vergangenen Freitag besuchten Bürgermeister Dr. Bert Risthaus und SPD Ortsvereinsvorsitzender Johannes Waldmann die Veranstaltung „Schulische Inklusion – Meilenstein aus kleinen Schritten“ der SPD Kreistagsfraktion und der SGK Coesfeld. Als Referenten waren neben Detlef Schütt, Fachbereichsleiter Arbeit und Soziales, Schule und Kultur, Jugend und Gesundheit des Kreises Coesfeld und Ulrich Kasberg, Leiter der Albert-Schweitzer-Schule in Recklinghausen auch die schulpolitische Sprecherin der SPD Landtagsfraktion, Renate Hendricks, vor Ort.

Johannes Waldmann, Renate Hendricks und Dr. Bert Risthaus
Johannes Waldmann, Renate Hendricks und Dr. Bert Risthaus

Auf der Veranstaltung wurde das Thema schulische Inklusion aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und Erfahrungen unterschiedlicher Akteure ausgetauscht. Einigkeit herrschte in der Einschätzung, dass schulische Inklusion als ein Prozess zu betrachten ist und von allen Akteuren im Bildungssystem aktiv angenommen werden muss. Dies bedeutet auch, dass nicht einzelne Schulen bzw. Schulformen alleine als „Orte des gemeinsamen Lernens“ in Frage kommen, sondern die ganze Breite des bestehenden Systems – also auch Gymnasien, Realschulen, Hauptschulen und integrierte Schulen wie beispielsweise die Profilschule Ascheberg.
Auf Nachfrage vom SPD Vorsitzenden Johannes Waldmann, versicherte Renate Hendricks, dass keine Schule überlastet werden darf. Insbesondere bei integrierten Systemen müsse auf die ausgewogene Heterogenität der Schülerschaft geachtet werden. Im Entwurf zum 9. Schulrechtsänderungsgesetz soll §46 und dort der neueingeführte vierte Absatz diesem Ziel Rechnung tragen und eine Überforderung einzelner Schulen verhindern. Bürgermeister Dr. Risthaus betonte die hohe pädagogische Qualität an der Profilschule und unterstrich nochmal die Bedeutung der ausgewogenen Schülerschaft. „Die Proflischule zeichnet sich durch die Verschiedenheit der Schülerinnen und Schüler und der individuellen Förderung aus. Diese gesunde Mischung muss auch in einem inklusiven Schulsystem erhalten bleiben“, so Risthaus.
Das Signal, keine einseitige Zuweisung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf nur an wenige einzelne Schulen zuzulassen, ist aus Ascheberger Sicht positiv zu bewerten. Einer Überforderung einzelner Schulen kann damit entgegengewirkt werden.

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